Typ: Gedicht
Von: Unbekannt
Fundort: Bibliothek von Trunovia
Kriegspferde wälzen den Tag,
schwer von Staub, von Ruhm und Befehlen,
die Sonne hängt wie ein Schild
über ihren dampfenden Flanken.
Am Mittag glänzt ihre Kraft,
laut ist der Atem, stolz der Schritt,
und die Welt scheint festgefügt
unter Hufen aus Eisen.Doch der Tag ist trügerisch.
Er zählt Siege, nicht Jahre.
Er sieht Muskeln, nicht das Zittern,
das sich leise im Innern sammelt.Wenn die Nacht kommt,
traben sie weiter.
Nicht für Banner, nicht für Schlachten,
sondern weil Erinnerung sie treibt.
Der Mond streicht über Narben,
über Augen, die zu viel gesehen haben,
und jede Bewegung ist ein Echo
dessen, was sie einst waren.