Im Anfang, bevor Zeit und Raum geformt waren, existierten die drei Urgeister: Fjelle, Vannis und Tyrelle. In der Unendlichkeit ihres Daseins, als die Leere ihre einzige Gesellschaft war, entsprang ihnen ein Wettstreit. Wer von ihnen vermöge es, die größte und wahrhaftigste Schöpfung hervorzubringen? So beschlossen sie, die leere Weite mit ihren Werken zu füllen.
Fjelle, der Herr des Himmels und des Erzes, erhob mächtige Berge aus der Tiefe und entfachte das Licht, das den Tag erleuchtet. Sein Werk war von majestätischer Erhabenheit, doch es war stumm und reglos. Vannis, der Meister des Wassers und des Lebens, ließ die Meere strömen und erweckte das Getier, das in ihnen schwamm, kroch und flog. Tyrelle, der Bewahrer des Geistes und der Magie, schuf die Völker und gab ihnen die Gabe des Denkens und der Magie, sodass sie über das Land wandeln und ihre Weisheit mehren konnten. Er schuf den Wind um den Menschen den Weg zu weisen.
Fjelle, beeindruckt von der Lebendigkeit in den Werken seiner Brüder, begehrte, auch das Leben zu formen. Doch wo seine Brüder im Gleichmaß und in Harmonie wirkten, war Fjelles Hand grob und schwer. Aus seinem Eifer gebar er Kreaturen, abscheulich und wild, die über das Land zogen und Schrecken verbreiteten: Ghoule, Wyvern und andere scheußliche Gebilde, die das Werk von Vannis und Tyrelle zu zerstören drohten. Er schuf das Feuer, um der Schöpfung das Fürchten zu lehren.
Vannis und Tyrelle, erschüttert ob dieser Missgeburten, sprachen zu Fjelle: „Du hast das Gleichgewicht gestört, deine Schöpfungen verderben das Werk, das wir mit Bedacht geformt haben.“ So sprachen sie und legten einen Bann über Fjelle, dass er fortan keine Lebewesen mehr erschaffen dürfe. Gebrochen und in Einsamkeit gefangen, wandte sich Fjelle von seinen Brüdern ab.
In seiner Verbitterung sann Fjelle jedoch nicht auf Ruhe. Er nahm die Werke seiner Brüder und studierte sie in ihrer Vollkommenheit. Die Jagdinstinkte des Getiers von Vannis, die Intelligenz und die Anpassungsfähigkeit der Völker von Tyrelle – all dies vermengte er in seiner Einsamkeit und schuf die Abysser, eine Schöpfung, wie sie noch nie zuvor erblickt worden war. Sie waren Jäger, wie sie schrecklicher nicht sein konnten, gefühllos und doch geleitet von instinktiver und rationaler Kraft.
In der Dunkelheit seiner Verbannung gelobte Fjelle, den Bann zu brechen und seinen Brüdern zu beweisen, dass seine Schöpfung an Größe und Macht der ihren ebenbürtig sei. Die Höllenbrut, die Abysser, sollten das Werk sein, mit dem Fjelle seinen Platz in der Schöpfung zurückerobern wollte – und die Welt sollte Zeuge sein.