Daemos - Gott der Verderbnis, der Dämonen und des Unheils, Neutral Böse

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Daemos ist der Urquell aller Verdorbenheit, der Schatten in jedem Schwur, das raue Flüstern in der Dunkelheit hinter dem Altar. Kein anderer Gott steht so sehr für aktives Chaos und mutwillige Zerstörung wie er – und doch ist sein Einfluss subtil, schleichend, verführerisch. Er ist nicht nur der Gott der Dämonen, sondern ihr Vater, ihr Ursprung – aus seinem Hass auf die Ordnung der Schöpfung sollen die ersten Höllenfürsten geboren worden sein.

Daemos wird selten in einer einheitlichen Form dargestellt. Gläubige sprechen von einer "Gestalt hinter den Schleiern", einem Wesen, das sich ständig verändert. Manche sehen ihn als riesenhaften, gehörnten Dämon mit Rabenflügeln und Flammenzungen, andere als bloßes pulsierendes Auge in einem Mantel aus Schatten und Rauch. In alten Kultstätten zeigen Reliefs ihn oft als knorrige Silhouette, aus der andere Monster hervorkriechen wie aus einem offenen Mutterschoß.



Die Anhänger des Daemos sind keine gewöhnlichen Gläubigen. Meist sind es Kultisten, Abtrünnige, wahnsinnige Zauberer, abscheuliche Unholde oder dämonenblütige Halbgeschöpfe. Die meisten leben im Verborgenen, in unterirdischen Heiligtümern, Ruinen oder der Wildnis, wo sie Rituale vollführen, die das Gewebe der Welt zersetzen.

Sie glauben, dass das Universum nur durch vollständigen Zerfall wiedergeboren werden kann – dass Ordnung eine Illusion ist, die Schmerz verlängert, und dass das einzig gerechte Ende im Chaos liegt. Flüche, Krankheiten, Dämonenpaktierungen und Geistesverderbnis sind für sie heilige Werkzeuge.

In manchen Regionen gibt es sogar ganze Dörfer, die insgeheim dem Fluchbringer dienen – vergiftete Gemeinschaften, in denen Neugeborene mit Dämonennamen gesegnet und Fremde nie lebend wieder gesehen werden.