Aufstieg der Unsichtbaren Hand

Während sich die Linse der Weltmächte allmählich von den gefrorenen Weiten Äons abwendet und auf Pandora fällt, wächst dort eine neue Zivilisation inmitten des Überflusses und der Magie.
Elyndor, das strahlende Herz des Kontinents, blüht unter der Herrschaft von Haus Rigton zu einer der wohlhabendsten und einflussreichsten Städte der bekannten Welt heran. Händler, Adelige und Gelehrte aus allen Himmelsrichtungen strömen auf die Insel, und wo Reichtum wächst, da gedeiht stets auch der Schatten.

In den schmalen Gassen unterhalb der marmorgekrönten Türme flüstert man zu jener Zeit von einer neuen Bruderschaft – der Unsichtbaren Hand. Ursprünglich nichts weiter als ein Zusammenschluss von Hehlern, Schmugglern und Dieben, entwickelte sie sich im Verborgenen zu einer mächtigen Schattenloge.

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Ihre Mitglieder waren überall: in den Tavernen der Fischer, in den Lagerräumen der Händlergilden, in den Gemächern der Adligen. Was als bloßes Netzwerk der Kriminalität begann, wurde bald zu einem unsichtbaren Geflecht der Einflussnahme, das selbst die feinen Strukturen der Stadtregierung durchdrang.

Angeführt wird die Unsichtbare Hand seit jeher von einer mysteriösen Gestalt, bekannt nur unter dem Namen Don Velaro.
Über seine Herkunft ist nichts bekannt – einige behaupten, er sei ein uralter Vampir, andere glauben, Don Velaro sei kein Einzelner, sondern eine Maske, ein Symbol, das von Generation zu Generation weitergegeben wird. Immer, wenn ein Don Velaro fällt, erhebt sich ein neuer – und so bleibt die Unsichtbare Hand unsterblich, ungreifbar, allgegenwärtig.

Über die Jahrhunderte hat sie sich als eine unsichtbare Macht etabliert, die im Schatten der Krone agiert. Manche nennen sie das „zweite Herz Elyndors“, das den Puls der Stadt bestimmt, ohne dass es jemand wagt, es laut auszusprechen.
Wie viel Einfluss die Hand tatsächlich besitzt, weiß niemand mit Gewissheit – doch jeder, der in Elyndor Macht, Gold oder Geheimnisse sucht, weiß eines: Nichts geschieht dort, ohne dass die Hand es berührt.