Über einen Zeitraum von fast vier Jahrhunderten zogen Stämme, Clans und frühe Völker in die fruchtbaren Täler und windgepeitschten Ebenen des Kontinents, um sesshaft zu werden.


Damals war die Welt noch jung und roh. Die Meere ungezähmt, die Gebirge unüberwindlich.
Fortschritte in der Schifffahrt gab es kaum: einfache Flöße und Küstenkähne waren das Äußerste, was man zu bauen verstand.
So blieb die Expansion auf Aeternum beschränkt, den größten und zugleich herausforderndsten Kontinent der bekannten Welt.

Der Süden wurde vom Juwelenkamm dominiert – einer massiven Gebirgskette, deren schneebedeckte Gipfel wie Kristalle in der Sonne glitzerten.
Nur wenige wagten den Aufstieg über seine gefährlichen Pässe, denn dort lauerten Lawinen, Froststürme und wilde Bestien.
Stattdessen suchten die frühen Siedler Zuflucht entlang der Küsten und Inseln, wo die Böden fruchtbarer und die Winter milder waren.

Archäologische Funde aus den Regionen um Caldoria, Roherra und Novissima belegen, dass die ersten Siedlungen einfache Holz- und Lehmbauten waren, umgeben von primitiven Palisaden.
Man lebte von Fischfang, einfacher Landwirtschaft und Handel mit Steinwerkzeugen und Kupferwaren.
Doch schon in dieser Zeit entstanden die ersten Spuren gemeinschaftlicher Kultur – Gemeinschaftssymbole, Bestattungsrituale und erste Formen von Handel.


Interessanterweise belegen alte Kartenfragmente, dass den frühen Aeterniern die Existenz anderer Kontinente durchaus bekannt war.
Doch fehlende Schiffsbaukunst und gefährliche Strömungen machten die Meere zu einer unüberwindbaren Barriere.
So blieb Aeternum über Jahrtausende das Zentrum der Zivilisation – eine Welt für sich, abgeschnitten, aber voller Möglichkeiten.