
„Wenn selbst die Sonne zu frieren scheint, schreibt die Welt neue Regeln für das Leben.“ -Valerius der Mächtige, Naturgeschichte der Alten Welt, Bd. I
Die sogenannte Fünfte Große Eiszeit war die letzte und wohl tiefgreifendste Kälteperiode der bekannten Weltgeschichte Terrans. Über sie ist nur bruchstückhaftes Wissen erhalten, denn die ersten verlässlichen Aufzeichnungen der heutigen Völker entstanden erst Jahrtausende nach ihrem Ende. Dennoch deuten geologische Spuren, archaische Höhlenmalereien und alte Lieder darauf hin, dass diese Ära den Grundstein für die Entstehung der bekannten Rassen legte.
Während dieser Zeit war der größte Teil Terrans von gewaltigen Eismassen bedeckt. Die Gebirgsketten, die heute als die Grenzberge bekannt sind, ragten wie scharfe Zähne aus endlosen Gletschern hervor.
Die Temperaturen sanken so tief, dass selbst die südliche Regionen des Aeternum in ewigen Frost gehüllt waren. Nur wenige wärmere Zonen entlang aktiver Vulkane boten lebensfreundliche Bedingungen.
Diese sogenannten Schmelzregionen werden von Historikern als mögliche Zufluchtsorte früher Nomadenkulturen vermutet.
Es existieren keine gesicherten Hinweise auf die Existenz von Elfen, Zwergen oder Menschen während der Eiszeit. Dennoch belegen Artefakte, primitive Werkzeuge und Knochenfunde, dass intelligente Wesen, vermutlich Vorfahren dieser Völker, bereits über weite Strecken zogen.
Sie werden in alten Sagen als „Kinder des Frostes“ bezeichnet, kleine Gruppen von Jägern, die den wandernden Herden folgten und in Eishöhlen und Lavakammern überlebten.
Diese Nomaden besaßen vermutlich nur eine sehr einfache Sprache, aber bereits ein tiefes Verständnis für Feuer, Stein und Jagd. Ihre Überlebensstrategien legten den Grundstein für spätere kulturelle Entwicklungen.
Etwa um 6.000 v. d. K. setzte eine allmähliche Erwärmung ein. Die Gletscher begannen zu schmelzen, und das überschüssige Wasser formte Flüsse, Seen und Täler viele der heutigen fruchtbaren Regionen Terrans entstanden in dieser Zeit.