
Etwa sechstausend Jahre vor der Fertigstellung der drei Klöster – und damit am Beginn der Frühzeit – wandelte sich die Lebensweise der Völker Aeternums grundlegend.
Nach Jahrhunderten des Umherziehens, Jagens und Sammelns begann eine Epoche, die den Lauf der Geschichte unwiderruflich verändern sollte:
der systematische Ackerbau.
Diese Entwicklung markierte den Abschluss der großen Besiedlungsphase Aeternums.
Die Stämme, die zuvor in Tälern, an Flussläufen und entlang der Küsten nomadisch gelebt hatten, fanden nun Orte, an denen sie blieben.
Fruchtbare Ebenen, gespeist von den Schneeschmelzen der nördlichen Gebirge, boten ideale Bedingungen für den Anbau erster Nutzpflanzen wie Kornwurzel, Sitha-Reis und Karthweizen – den sogenannten „Drei Säulen des Lebens“.
Mit einfachen Pflugwerkzeugen aus Holz und Stein, später mit Bronzeschneiden, entstanden die ersten dauerhaften Felder.
Der Übergang von der Jagd- zur Ackerwirtschaft war jedoch kein plötzlicher Bruch, sondern ein langsamer, fast ritueller Wandel.
Schriftliche Zeugnisse dieser Zeit sind selten, doch aus Tonmarkierungen und Steintafeln geht hervor, dass bereits einfache Kalender- und Erntesysteme existierten.
Damit begann auch die Messung der Zeit in Zyklen – Ernten, Monde und Jahreszeiten.
Einige Gelehrte vermuten, dass die Grundlagen der heutigen Kalenderrechnung und Sternbeobachtung in dieser Epoche gelegt wurden.
Der systematische Ackerbau wird heute als Wendepunkt zwischen Wildnis und Zivilisation betrachtet.
Er machte die ersten Städte möglich, schuf Nahrungssicherheit und gab den Völkern Aeternums den Mut, Monumente, Tempel und schließlich Reiche zu errichten.
Mit ihm begann das, was Historiker die Frühzeit der Ordnung nennen –
eine Ära, in der der Mensch zum Hüter der Erde wurde, und die Erde zum Spiegel seines Ehrgeizes.