Arthan Aryndor, ein entfernter Nachfahre von König Edrin Aryn von Thalmar, gilt in der Geschichte als der legendäre Entdecker des Kontinents Trunovia; zumindest nach dem Wissen seiner Zeit. Geboren im elfenländischen Myral auf dem Kontinent Äon, diente Arthan viele Jahre als Forscher und Diplomat am Hof der Fürsten von Myral. Doch sein ungestümer Geist und seine fortschrittlichen Ideen über Siedlungserweiterung, Ressourcenerschließung und Verwendung von Magie führten zu einem tiefen Zerwürfnis mit der konservativen Führung des Reiches. Nachdem er sich offen gegen den Hohenrat stellte, wurde er verbannt.

Anstatt in Schmach zu vergehen, führte Arthan seine Anhänger nach Süden; durch den dichten, uralten Lyr-Wald, über endlose Ebenen bis an den Fuß des gewaltigen südlichen Gebirges der Gletscherzinnen. Kein Reisender hatte je behauptet, sie überquert zu haben. Doch in einem harten, gnadenlosen Winter, mit leeren Vorräten und keiner Hoffnung auf Umkehr, wagte Arthan das Unmögliche. Über Monate hinweg kämpften sie sich durch Schnee, Sturm und Fels, bis sie jenseits der Berge ein grünes, fruchtbares Tal erreichten – ein Land, das sie Trunovia nannten.
Unwissend, dass Lady Seraphyne Aelyrion und Haus Dornwald Jahrhunderte zuvor bereits dort Fuß gefasst hatten, wurde Arthan als Entdecker und Gründer des neuen Reiches gefeiert. Am Ufer des Meriba gründete er die Stadt Trunovia, die bald zu einem blühenden Zentrum der neuen Welt werden sollte. Dort heiratete er Lyanna von Myral, eine Elfenprinzessin, die ihm trotz ihrer Herkunft und der politischen Spannungen in Myral in die Verbannung gefolgt war.
Gemeinsam hatten sie zwei Töchter, Elania Aryndor und Eleonore Aryndor