Mar Ab’Dourado von Marrukh

Regent Mar Ab’Dourado von Marrukh, ein Wind-Genasi von makelloser Abstammung, gilt als einer der einflussreichsten, aber auch widersprüchlichsten Herrscher des Zeitalters der Reiche. Seine Familie entstammte einer alten Linie von Genasi, die es über Jahrtausende verstand, sich aus den großen Konflikten herauszuhalten und stets im richtigen Moment neu zu erheben. Als das caldorianische Imperium in Flammen unterging, waren sie unter den ersten, die wieder festen Boden unter den Füßen fanden und Gold in ihren Händen hielten.


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Mar Ab’Dourado selbst war ein Mann von visionärer Kälte. Mit einem Sinn für Wind, Handel und Richtung, der fast übernatürlich schien, sicherte er sich nach dem Untergang Caldorias die verlassenen Edelsteinminen des Juwelenkamms. Diese Vorkommen, die tief im östlichen Aeternum lagen, machten ihn binnen weniger Jahre zum reichsten Mann der bekannten Welt. Aus dem Händler wurde ein Regent und bald ein Sultan.

Er ließ an der sonnenüberfluteten Bucht von Dourado drei prächtige Städte errichten: Sha’Dur, Kar’Dur und Ara’Dur; jede von ihnen ein glänzendes Zeugnis seines Reichtums und seiner Macht.

Doch der Reichtum Marrukhs war blutig. Mar Ab’Dourado machte den Sklavenhandel zum Fundament seines Imperiums. Er ließ Kriegsgefangene, Schuldner und ganze Stämme in die Minen treiben, wo sie unter unmenschlichen Bedingungen schürften. Die Edelsteine, die sie zutage förderten, wurden in allen Königreichen als „Blutdiamanten von Marrukh“ bekannt, ein Symbol für Glanz, Gier und Grausamkeit zugleich.

Unter seiner Herrschaft erlebte der Osten des Aeternum eine beispiellose Wiedergeburt. Handel, Architektur und Kunst blühten auf; Aquädukte, Handelsrouten und mächtige Werften verbanden Marrukh mit den aufstrebenden Reichen Pandoras und Äons. Seine Paläste waren Zentren des Luxus und der Musik, erfüllt vom Rauschen des Windes.


Mar Ab’Dourado starb als reichstes Wesen der Welt, so heißt es, während eines gewaltigen Sandsturms. Manche behaupten, der Windgott Ilmaa selbst habe ihn geholt.
Sein Erbe aber blieb: ein Reich aus Gold und Schuld, in dem Wohlstand und Unterdrückung, Schönheit und Blut, untrennbar miteinander verflochten sind.