Eos, der Weise, gilt als eine der rätselhaftesten und zugleich ehrfurchtgebietendsten Gestalten der bekannten Geschichte Terrans. Über seine Herkunft ist nichts überliefert; kein Volk, keine Familie, kein Lehrer beansprucht, ihn hervorgebracht zu haben. Er tauchte einfach auf, in einer Zeit, die weit vor der Entdeckung Trunovias liegt, als der Kontinent noch unberührt und von uralten Wäldern beherrscht wurde.


Seine Macht über die Natur war so umfassend, dass selbst die ältesten Elfenchroniken ihn nicht als „Magier“, sondern als Naturgewalt in Gestalt eines Mannes beschreiben. Legenden berichten, dass er mit den Geistern der Erde sprach, die Sprache des Windes verstand und selbst die Flüsse seinen Befehlen gehorchten.


Die genauen Daten von Eos Geburt oder Tod sind nicht bekannt.

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Der größte Akt seines Wirkens jedoch war die Erschaffung des Weltenbaums – eines gigantischen, leuchtenden Baumes, dessen Wurzeln tief in das Herz der Welt reichen und dessen Krone die Wolken durchbricht. Eos soll ihn mit einer einzigen Geste zum Wachsen gebracht haben, an einem Ort, wo die Linien der Magie sich kreuzen. Der Baum wurde zum Zentrum allen Lebens auf Trunovia, ein Ort von solcher Kraft, dass selbst einfache Heilzauber dort unvergleichlich stärker wirken. Um ihn herum entstand das Haus Dornwald, eine Gemeinschaft von Druiden, Heilern und Naturkundigen, die das Erbe des Weisen bewahren.

Manche behaupten, Eos sei niemals gestorben, sondern im Weltenbaum aufgegangen – dass seine Seele in dessen Adern fließt und in jedem Blatt weiterlebt. Andere glauben, er sei die Reinkarnation Sharas, der alten Waldgöttin, die in sterblicher Gestalt zurückkehrte, um die Welt zu erneuern.