Shargûn des Blutgeborenen

„Aus Blut geboren, in Blut gegangen, Doch nie gebrochen, nie gefangen.“ -Aus dem Lied „Der Letzte Kriegsherr“


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Shargûn wurde in den windgepeitschten Ebenen von Areshan geboren, zu einer Zeit, als die nördlichen Stämme bereits seit Generationen in Unruhe lebten.
Der Beiname „der Blutgeborene“ entstammt einer Legende: Es heißt, Shargûn sei während einer blutroten Mondnacht geboren worden, während seine Mutter inmitten einer Stammesrazzia kämpfte. Noch ehe er den ersten Schrei tat, fiel sein Vater im Kampf; ein Omen, das sein Leben prägen sollte.

Schon in jungen Jahren zeigte Shargûn eine ungewöhnliche Mischung aus Wildheit und Einsicht. Er lernte das Schmieden und Jagen, aber auch das Reden, Überzeugen und Zuhören – seltene Tugenden unter den kriegführenden Clans.
Sein Aufstieg begann, als er mit kaum zwanzig Wintern einen rivalisierenden Häuptling im rituellen Zweikampf besiegte und die zerstrittenen Mornval-Clans vereinte.


Der Krieg gegen Caldoria

Shargûn war kein Eroberer im klassischen Sinn. Seine Vision war der Schutz der freien Lande gegen den Hunger des Südens.
Er führte seine Krieger mit dem Glauben, dass jedes Stück Erde, jeder Baum, jedes Tier ein Teil der Ahnen sei – und dass der, der sie verteidigt, nicht nur kämpft, sondern bewahrt.

Die ersten Jahre seiner Feldzüge waren von Guerilla-Taktiken geprägt. Unter seiner Führung lernten selbst rohe Stämme, koordiniert zuzuschlagen und wieder zu verschwinden, lange bevor die Caldorianer reagieren konnten.
Seine Kriegsweise brachte ihm bei seinen Feinden den Beinamen „Schattenwolf“ ein: ungreifbar, tödlich, unerbittlich.


Der Fall von Dravosh

4.965 v. d. K. kam es zur letzten großen Schlacht.
Shargûn führte über 20.000 Krieger gegen die vereinten Heere Caldorias. Drei Tage und Nächte wütete die Schlacht und obwohl die Nordvölker den Feind mehrfach zurückdrängten, brach am vierten Tag ihre Linie.

Shargûn fiel auf dem Feld, durchbohrt von Sieben Speeren, doch es heißt, er stand noch, als er starb.
Die Legende berichtet, dass sein Körper nicht gefunden wurde, nur sein zerbrochener Kriegshammer, „Gor-Marr“, der heute im Museum von Trunovia ausgestellt wird.

Einige Überlieferungen der Orks behaupten jedoch, Shargûn sei nicht gestorben, sondern mit seinen Kriegern in die Nebel des Nordens gegangen, um dort zu ruhen, bis das Land ihn wieder braucht.